13.02.2026
Justizskandal im Eiskeller-Fall
BGH beschließt wegen Verfahrensfehler den Fall Hanna neu aufzurollen. Ein junger Jogger wurde wegen Mordes verurteilt. Nach Wiederaufnahme dann doch ein Freispruch.
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Der Fall
Aschau / Chiemgau: Hanna W. verließ in der Nacht zum 3. Oktober 2022 die Diskothek „Eiskeller“ und kam nie zu Hause an. Die Leiche der Medizinstudentin wurde in der Prien gefunden. In der ursprünglichen Ermittlung geriet der damals 20-jährige Jogger, Sebastian T. unter dringenden Tatverdacht, er habe die Studentin aus sexuellen Motiven getötet. Er wurde zu 9 Jahren Jugendhaft verurteilt.
Dann die Verfahrenswende. Aufgrund von Gutachten, die die Mordtheorie infrage stellten, und einer möglichen Vorbefangenheit der Richterin, wurde das Urteil aufgehoben. Nach dem zweiten Prozess 2025 sprach das Landgericht Traunstein den Angeklagten frei und kritisierte die Ermittlungsarbeit.
Eine ARD-Dokumentation beleuchtet den Fall und die Ermittlungen detailliert. Ein Krimi für sich. Wir empfehlen die 3-teilige Doku deshalb, weil sie die Akteure der Gerichtsbarkeit beleuchtet. Wir erfahren, wie engagierte Juristen und Gutachter einen handfesten Justizskandal abwenden.
In der ARD-Mediathek:
Folge 1: Der Jogger in der Nacht
Folge 2: Ein fragwürdiger Zeuge
Folge 3: Ein neues Urteil
(externer Link) "Tod nach der Disco – Der Eiskeller-Fall"
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